Palazzo Terzano
Geschichte und Kultur
via Giosuè Carducci, 3 - 15048 Valenza (AL)
Tel. +39 (0131) 941.251
Tel. +39 338 7348.952
E-mail: info@studiocirri.com
E-mail: palazzoterzano@gmail.com
Website:
palazzoterzano.it/
Palazzo Terzano befindet sich in der charmanten Altstadt von Valenza.
Die Residenz aus dem 17. Jahrhundert zeichnet sich durch ihre U-förmige Struktur aus, durch die drei der ältesten Straßen der Stadt – die Via Carducci, die Via IX Febbraio und die Via San Massimo – umschlossen werden. Aus diesen Straßen ist die Stadt des Goldes entstanden.
Das Eingangstor gibt den Blick auf die Via Carducci und den gegenüberliegenden Stadtturm frei, der zum Kloster S. Domenico gehört, das im 17. Jahrhundert von den Kapuzinermönchen geführt wurde.
Das Gebäude besteht aus zwei großen Innenhöfen mit einem weitläufigen Garten, der von einem alten schmiedeeisernen Tor begrenzt wird.
Ein von Steinsäulen getragener Laubengang rahmt den ersten Innenhof ein, von wo aus man über eine Treppe ins Hauptgeschoss sowie in die Sala del Vescovo gelangt, die heute als moderner Tagungsraum genutzt wird.
Im zweiten Innenhof kann man zwei jahrhundertealte Olivenbäume bewundern. An ihrer Seite befinden sich die Eingänge zu den darunter liegenden Kellergeschossen, die aus einem Netz von Gängen und Räumlichkeiten mit alten Weinkrügen bestehen. Im Hintergrund liegen die ehemaligen Stallungen, in denen sich heute das Gästehaus befindet. Ein Brunnen aus dem 17. Jahrhundert und kunstvolle Ziegelgewölbe sorgen für eine elegante und stimmungsvolle Atmosphäre.
Als Kulisse für beide Innenhöfe dient der „Secret Garden“: Jahrhundertealte Pflanzen und eine alte Glyzinie bieten Raum zum Entspannen, Lesen oder Plaudern.
Die Geschichte:
In der Antike hieß der Stadtteil, in dem Palazzo Terzano erbaut wurde, „Sorte Monasso“. Diesen Namen gab ihm der Heilige Maximus, Schutzpatron von Valenza und späterer Bischof von Pavia, bei der Gründung der Stadt zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. Das von einer genuesischen Adelsfamilie erbaute Gebäude hatte von Anfang an zwei Gesichter.
Auf der einen Seite gab es die adelige Seite des Gebäudes, die durch das Hauptportal zum ersten Innenhof zugänglich war. Von dort aus konnte man die Wohnungen im ersten Stock mit Blick auf die Via Carducci erreichen. Zum zweiten Innenhof, in dem sich die Stallungen, die Unterkünfte der Bediensteten und die Keller mit den großen Weinkrügen befanden, gelangte man hingegen über einen zweiten befahrbaren Eingang an der Via San Massimo.
In den 1930er Jahren erwarb Alfonso Terzano den Palazzo Terzano. Der Juwelier und Gründer des Goldschmiedeverbandes von Valenzana war von diesem eindrucksvollen Gebäude auf Anhieb begeistert. Zusammen mit seiner Frau Maria und seiner Tochter Claudia wählte er es als Familienresidenz. Heute, fast hundert Jahre später, befindet sich das Gebäude im Besitz der vierten Generation der Familie, vertreten durch Giulio Cirri, Jahrgang 2000 und Enkel von Claudia.
Im Laufe der Jahrhunderte beherbergte der Palazzo renommierte Persönlichkeiten.
Noch heute sind viele Räume nach einigen von ihnen benannt, wie der „Sala del Vescovo” (Bischofssaal) oder das „Appartamento del Senatore” (Senatorenwohnung).
Zeitweise hielt sich dort auch der Gründer des Salesianerordens San Giovanni Bosco auf, als er die Vorbereitungen für die Eröffnung der Salesianerhäuser in Mirabello und Borgo San Martino im Jahr 1870 betreute und diese Gemeinschaften in den folgenden Jahren mehrmals besuchte.
Während des Zweiten Weltkriegs und in der Zeit unmittelbar danach fanden in der „Sala Azzurra” kleine Konzerte mit klassischer Musik für Harfe, Klavier und Cello statt. Zu Gast bei der Pianistin Claudia Terzano waren Persönlichkeiten aus Kultur, Kirche und Militär. Es war ein literarischer und musikalischer Salon, in dem Erfahrungen geteilt und auch über die Grausamkeiten der Kriegszeit gesprochen wurde, um voller Entschlossenheit einen Neuanfang zu wagen.
Es sind unvergessliche Geschichten von Frauen und Männern, die wir noch heute gerne unseren Gästen erzählen.
Denn was sich während des Krieges in den Kellern zugetragen hat, berührt uns noch heute. Während der Bombardements auf die nahegelegene Ponte di Ferro, die das Piemont von der Lombardei trennt, baten viele Familien aus der Umgebung Alfonso Terzano um Unterkunft. Mit einigen Schränken mit Decken und ein paar tröstenden Worten half er ihnen, die Angst zu bekämpfen und auf die Fluchtwege zu vertrauen, die die Keller des Gebäudes im Falle von Einstürzen boten.
In der unmittelbaren Nachkriegszeit entstanden in dem Gebäude einige Goldschmiedewerkstätten, die später internationale Bedeutung erlangten. Noch heute besuchen uns die Nachkommen jener Unternehmer, um an die Jahre zu erinnern, in denen ihre Eltern dank der Gastfreundschaft von Alfonso Terzano innerhalb dieser Mauern die Grundsteine ihres Erfolges legten.
Der Garten ist für Besucher zugänglich und verfügt über Sitzgelegenheiten, die während der Veranstaltungen genutzt werden können.
Die Aktivitäten des Palazzo Terzano werden von der Agentur Studio Cirri betreut, die auf Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit spezialisiert ist.