Santuario Madonna della Creta

Geschichte und Kultur

Castellazzo Bormida
Santuario Madonna della Creta

piazza Madonnina dei centauri - 15073 Castellazzo Bormida (AL)
Via Santuario 2
Tel. +39 (0131) 275.272
Tel. +39 0131 512239
E-mail: beniculturali@diocesialessandria.it
https://www.cittaecattedrali.it/it/bces/50-santuario-della-beata-vergine-della-creta-e-delle-grazie
https://www.comune.castellazzobormida.al.it/it-it/vivere-il-comune/cosa-vedere/santuario-della-beata-vergine-della-creta-5804-1-301fb86d007882f35589c4734d559dbd

Das Heiligtum der „Madonnina“ ist heute zweifellos die bekannteste Kirche in Castellazzo. 1947 verlieh Papst Pius XII. der Heiligen Maria von Kreta mit einer päpstlichen Bulle den Titel der Schutzpatronin der Kentauren. Seit 1946 findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Juli ein großes und spektakuläres internationales Motorradtreffen statt, zu dem Pilger aus aller Welt strömen. Auch in diesem Jahr ist das Heiligtum für Motorräder geöffnet. Im Inneren, nahe dem Zugang zur Rotunde, sind zahlreiche bemalte Votivgaben ausgestellt, Zeugnisse der alten Verehrung der Heiligen Maria von Kreta. Das erste Gebäude an diesem Ort war eine Kapelle, die 1631 von Giovanni Viola aus Castellazzo nach der Pestepidemie, die Europa heimgesucht hatte, errichtet wurde. Die Kapelle beherbergte ein Gemälde der Jungfrau Maria aus dem Heiligtum von Crea (auf dem „Mons Cretae“, 20 km von Casale Monferrato entfernt). Vermutlich vernachlässigt und inzwischen baufällig, wurde die Kapelle 1764 abgerissen. Das Gelände wurde neu eingesät, blieb aber für die Einwohner von Castellazzo ein heiliger Ort, der Votivgaben gewidmet war: Schnell wurde ein Holzkreuz errichtet, gefolgt von einer Säule mit einem Gemälde der Madonna della Creta, die in der Volksfrömmigkeit rasch und auf geheimnisvolle Weise das ursprüngliche Gemälde ersetzte (selbst nachdem dieses aus San Carlo, wo es aufbewahrt worden war, zurückgekehrt war). Die Baugeschichte berichtet vom Bau einer kleinen Kirche, die später abgerissen wurde (1802–1848), der sogenannten Rotonda um die Säule und einer provisorischen Kapelle, von der das bekannteste Votivbild zeugt, und schließlich, Ende des 19. Jahrhunderts, des eigentlichen Heiligtums. Der Hauptbau wurde 1905 fertiggestellt und eingeweiht, die Fassade und die Glockentürme folgten 1924. Die Bauarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts wurden von Architekt Giuseppe Boidi Trotti nach einem Entwurf des Architekten Caselli aus Alessandria geleitet.

Die Fassade ist ein Werk des Vermessers Girolamo Buscaglia.

Bildnachweis: Website der Gemeinde Castellazzo Bormida

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